logbuchMein Astro-Logbuch startet 2007 und berichtet darüber, was ich an meinen Beobachtungsabenden beobachtet und fotografiert habe.

Unten gibt es immer die aktuellen Berichte. Weitere Berichte gibt es dann links in den entprechenden Jahres-Logbüchern

Charlie Duke am 30.05.2019

50 jahre mondlandung charlie duke 2019Bei einem Kurzbesuch in der Pfalz bei meinen Freunden Anna und Jörg sind wir am 30. Mai 2019 ins Technik Museum Speyer gegangen. Neben den vielen Autos, Maschinen, Motorrädern und Flugzeugen hat das Technik Museum Europas größte Raumfahrtausstellung.

Anlässlich 50 Jahre Mondlandung haben dort Moonwalker Charlie Duke (Apollo 16) und ESA Astronaut Matthias Maurer Vorträge gehalten.

Charlie Duke (Jahrgang 1935) war während der Apollo 11 Mission und der Mondlandung von Neil Armstrong und Buzz Aldrin am 20.06.1969 am ‚CapCom‘ (Capsule Communicator). 1972 landete er mit Apollo 16 selbst als zehnter und mit 37 Jahren der jüngster Mann auf dem Mond.

Charlie Duke schilderte die entscheidenden Momente vor und während der ersten Mondlandung. Er war nicht nur Augenzeuge sondern stand direkt in Verbindung mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin. Da Duke schon bei Apollo 10 der CapCom war bestand Armstrong darauf, dass auch bei Apollo 11 bei der Landung der CapCom sein sollte. Im Kontrollzentrum in Huston hatte er über den einzigen Gesprächskanal eine direkte Verbindung und gab den beiden Astronauten das „go for landing“. Während der Landungsphase kam es zum berühmten "1201-Alarm", der zum Landeabbruch hätte führen müssen. Die Techniker aber interpretierten es als Falschmeldung und Duke gab das Kommando zum Fortsetzen des Landevorgangs.

"Die Anspannung im Kontrollraum war so unglaublich, dass bald das Dach weggeflogen wäre!"

Die Anspannung stieg als man merkte, dass der Treibstoff knapp wurde. Mit dem Funkspruch "30 seconds!" lagen die Nerven aller Beteiligten blank. Nach dem 1201- Alarm hatten Armstrong und Aldrin auf Handsteuerung umgestellt. An der vorgesehenen Landestelle waren große Felsbrocken zu sehen und Armstrong entschloss über diesen und den folgenden Krater hinweg zu fliegen. Das kostete noch mehr Treibstoff … acht Sekunden nach der 30-Sekunden-Warnung gab es zwischen den beiden Astronauten noch einen Informationsaustausch … Aldrin meldete: "contact light" … drei Sekunden später "engine stop." … 20 Sekunden später die Meldung: "The Eagle has landed." – geschafft!

Sofort kommentierte CapCom Charles Duke die Nachricht von der gelungenen Mondlandung mit einem Satz, der in Raumfahrtkreisen ebenso Legende ist: "Roger, Twank … Tranquility. We copy you on the ground. You got a bunch of guys about to turn blue. We're breathing again. Thanks a lot." ("Verstanden, Twank… Tranquility. Ist übertragen zur Bodenstation. Ihr habt hier einen Haufen Leute die schon drohten blau zu werden. Jetzt atmen wir wieder. Vielen Dank!").
Mit „Twank… Tranquility“, so erklärte es Duke, war die unplanmäßige Landestelle im Westen des Mare Tranquillitatis den Rufnahmen ‚Tranquility Base‘ gemeint. Durch die Anspannung und Aufregung verdrehte er die Buchstaben im Mund.
Kurze Zeit später war Charlie Duke bereits zu Hause, in der Nähe des Space Centers, bei seiner Frau Dorothy. "Wir hatten Schichtwechsel und ich habe den Ausstieg mit Dorothy und den beiden Kindern im Fernsehen verfolgt.“ Seine Frau Dorothy, mit der er seit 1963 verheiratet ist, hat ihn mit nach Speyer begleitet.

Als ‚Rooky‘ brach Duke mit Apollo 16 zusammen mit John Young, dem erfahrensten Astronauten der NASA und Ken Mattingly im April 1972 in Richtung Mond auf. Duke und Young landeten am 20. April 1972 auf dem Mond. Sie unternahmen drei ausgedehnten Exkursionen und machten viele Experimente. Dabei kam auch der Moonrover zum Einsatz.

Duke hat davon auch einen tollen Film gezeigt und auch von den Tücken der Schwerelosigkeit und der geringen Anziehungskraft des Mondes berichtet. Im war auch wichtig auf die vielen Verschwörungstheorien einzugehen und die verschiedenen Argumente zu wiederlegen.

„I was 1972 the youngest man on the moon, now I’m 83 years old, but always the youngest man on the moon“

Ein toller Vortrag, ein beeindruckender Mann, eine einmalige Lebensleistung!

 

Impressionen vom Vortrag

 
Drucken     E-Mail    

Beobachtung vom 11.08.2018

meteorcamp 2018Am Nachmittag habe ich Jens und Maxim abgeholt. Wir wollten auf das Meteorcamp 2018 auf den VCP-Zeltplatz Schachen bei Münsingen um die Perseiden zu beobachten. Für Maxim, den fast siebenjährigen Sohn von Jens war es die erste Beobachtungsnacht. Um alles auch etwas gemütlicher zu machen haben wir uns entschlossen auch über Nacht zu bleiben, denn auf dem Zeltplatz gab es noch genug Platz für uns.

Gegen 16.30 Uhr sind wir auf dem Zeltplatz angekommen und haben uns erstmal einen Überblick verschafft und uns einen Zeltplatz ausgesucht. Nach dem Aufbau und Bezug des Zeltes haben wir uns auf dem Zeltplatz etwas umgeschaut. Bedingt durch die lange Hitzeperiode was der Boden und die Wiese ganz schön ausgetrocknet. Es waren auch wenig weitere Gäste auf dem Zeltplatz

Nach dem wir uns Würstchen gegrillt hatten bekam Maxim eine kleine Einführung in unser Sonnensystem mit seinen Planeten. Papa Jens hat alles aufgeschrieben. Im Anschluss haben wir dann zusammen mein Teleskop aufgebaut. Maxim bekam ein kleines Logbuch zum Zählen der Sternschnuppen und eine kleine Taschenlampe mit Rotlicht. Beide haben von mir auch jeweils ein Fernglas erhalten um später den Nachthimmel zu beobachten. Beide haben aber schon bei der untergehenden Sonne damit bekommen die Landschaft zu beobachten.

Till Credner hat dann die zahlreich erschienen Besucher begrüßt. Die Dämmerung setzte ein und alle warteten, dass es dunkel wurde. Einige Besucher haben sich Stühle, Liegen und Isomatten mitgebracht um es sich auf der Beobachtungswiese gemütlich zu machen.

Endlich war es dann soweit. Die Sonne war komplett hinter dem Horizont verschwunden und ich nahm mein Teleskop in Betrieb. Maxim war schon ganz schön aufgeregt. Zuerst habe ich Saturn eingestellt, der gleich mit seinem Ring für Begeisterung sorgte. Weitere Objekte waren an diesem Abend der Jupiter, M 13 der Herkuleshaugen, M 31 Andromeda-Galaxie, M 8 Lagunenenbel, M 17 Omeganebel, h und chi, M 27 Hantelnebel und M 57 Ringnebel. Alle Objekte waren klar und schön zu beobachten und haben Jens, Maxim (war nur bei einigen Objekten noch wach) und die Besucher beeindruckt.

Während der Beobachtung hörte man immer wieder ein "aahh" oder "oohh" als eine der vielen kleinen und großen Sternschnuppen über den Himmel sausten. Wir haben in der Macht zusammen etwa 32 Sternschnuppen gezählt. Es waren auch ein paar richtig "fette" Meteoriten dabei. Bei einem glühte der der Schweif noch fast 20 Sekunden nach.

Nachdem wir Maxim gegen elf ins Zelt gebracht hatten, beobachteten Jens und ich bis ca. halb zwei noch weiter. Es war eine echt schöne Beobachtungsnacht, auch wenn es gegen später etwas frisch wurde.

Fotos: Till Credner und Matthias Engel

 

Impressionen der Beobachtungsnacht

 

Beobachtungsdetails

  • 11.08.2018, 20-02 Uhr
    VCP Zeltplatz Schachen, Münsingen
  • leichter Wind, wenig Wolken,
    24-8 °C, Seeing: 1-2
 
Drucken     E-Mail    

Besucherstatistik: Heute: 1 | Gestern: 98 | Monat: 1093 | Gesamt: 435975

Copyright © 2019 FUNNYTAKES ::: Page von Carsten Przygoda. Alle Rechte vorbehalten.
Design und Umsetzung: Carsten Przygoda.

Diese Seite verwendet Cookies, die uns bei der Bereitstellung unserer Dienste helfen. 

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Bitte erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen dürfen.