logbuchMein Astro-Logbuch startet 2007 und berichtet darüber, was ich an meinen Beobachtungsabenden beobachtet und fotografiert habe.

Unten gibt es immer die aktuellen Berichte. Weitere Berichte gibt es dann links in den entprechenden Jahres-Logbüchern

Beobachtung vom 11.08.2018

meteorcamp 2018Am Nachmittag habe ich Jens und Maxim abgeholt. Wir wollten auf das Meteorcamp 2018 auf den VCP-Zeltplatz Schachen bei Münsingen um die Perseiden zu beobachten. Für Maxim, den fast siebenjährigen Sohn von Jens war es die erste Beobachtungsnacht. Um alles auch etwas gemütlicher zu machen haben wir uns entschlossen auch über Nacht zu bleiben, denn auf dem Zeltplatz gab es noch genug Platz für uns.

Gegen 16.30 Uhr sind wir auf dem Zeltplatz angekommen und haben uns erstmal einen Überblick verschafft und uns einen Zeltplatz ausgesucht. Nach dem Aufbau und Bezug des Zeltes haben wir uns auf dem Zeltplatz etwas umgeschaut. Bedingt durch die lange Hitzeperiode was der Boden und die Wiese ganz schön ausgetrocknet. Es waren auch wenig weitere Gäste auf dem Zeltplatz

Nach dem wir uns Würstchen gegrillt hatten bekam Maxim eine kleine Einführung in unser Sonnensystem mit seinen Planeten. Papa Jens hat alles aufgeschrieben. Im Anschluss haben wir dann zusammen mein Teleskop aufgebaut. Maxim bekam ein kleines Logbuch zum Zählen der Sternschnuppen und eine kleine Taschenlampe mit Rotlicht. Beide haben von mir auch jeweils ein Fernglas erhalten um später den Nachthimmel zu beobachten. Beide haben aber schon bei der untergehenden Sonne damit bekommen die Landschaft zu beobachten.

Till Credner hat dann die zahlreich erschienen Besucher begrüßt. Die Dämmerung setzte ein und alle warteten, dass es dunkel wurde. Einige Besucher haben sich Stühle, Liegen und Isomatten mitgebracht um es sich auf der Beobachtungswiese gemütlich zu machen.

Endlich war es dann soweit. Die Sonne war komplett hinter dem Horizont verschwunden und ich nahm mein Teleskop in Betrieb. Maxim war schon ganz schön aufgeregt. Zuerst habe ich Saturn eingestellt, der gleich mit seinem Ring für Begeisterung sorgte. Weitere Objekte waren an diesem Abend der Jupiter, M 13 der Herkuleshaugen, M 31 Andromeda-Galaxie, M 8 Lagunenenbel, M 17 Omeganebel, h und chi, M 27 Hantelnebel und M 57 Ringnebel. Alle Objekte waren klar und schön zu beobachten und haben Jens, Maxim (war nur bei einigen Objekten noch wach) und die Besucher beeindruckt.

Während der Beobachtung hörte man immer wieder ein "aahh" oder "oohh" als eine der vielen kleinen und großen Sternschnuppen über den Himmel sausten. Wir haben in der Macht zusammen etwa 32 Sternschnuppen gezählt. Es waren auch ein paar richtig "fette" Meteoriten dabei. Bei einem glühte der der Schweif noch fast 20 Sekunden nach.

Nachdem wir Maxim gegen elf ins Zelt gebracht hatten, beobachteten Jens und ich bis ca. halb zwei noch weiter. Es war eine echt schöne Beobachtungsnacht, auch wenn es gegen später etwas frisch wurde.

Fotos: Till Credner und Matthias Engel

 

Impressionen der Beobachtungsnacht

 

Beobachtungsdetails

  • 11.08.2018, 20-02 Uhr
    VCP Zeltplatz Schachen, Münsingen
  • leichter Wind, wenig Wolken,
    24-8 °C, Seeing: 1-2
 

Beobachtung vom 27.07.2018

mofi2018Zu Beginn ein paar Eckdaten der Mondfinsternis am 27.07.2018
  • Eintritt in den Halbschatten (1. Kontakt): 19.13 Uhr MESZ (unterhalb vom Horizont)
  • Eintritt in den Kernschatten (2. Kontakt): 20.24 Uhr MESZ (unterhalb vom Horizont)
  • Mondaufgang: 21.01 Uhr
  • Beginn der totalen Phase (3. Kontakt): 21.30 Uhr MESZ
  • Maximale Verfinsterung: 22.22 Uhr MESZ
  • Ende der totalen Phase (4. Kontakt): 23.13 Uhr MESZ
  • Austritt aus dem Kernschatten (5. Kontakt): 00.19 Uhr MESZ
  • Austritt aus dem Halbschatten (6. Kontakt): 01.30 Uhr MESZ

Da der Mond seinen größten Abstand zur Erde hatte war die Dauer der Mondfinsternis mit 108 Minuten ungewöhnlich lange.

Sichtbare Planeten:
  • Venus am Abendhimmel, Untergang ca. 2 Stunden nach dem Sonnenuntergang
  • Jupiter
  • Saturn
  • Mars in Opposition, Stand sehr nahe zur Erde
Überflug der ISS
  • Gegen 22:38 Uhr
Ablauf der öffentlichen Führung am 27.07.2018

Gegen 20 Uhr haben wir (Kurt, Sigrid, Jörg, Georg, Peter, Karin, Carsten später noch Moni, Julian und Jane) uns zum Aufbauen der Beobachtungsinstrumente getroffen. Neben einigen Großferngläsern haben wir auch Kameras und einige Teleskope aufgestellt. Das Wetter war klar, sehr warm. Nur am Horizont war eine breite und dicke Dunstschicht zu sehen.

Die Medien und auch die lokale Presse haben das „astronomische Großereignis“ wirklich sehr ausführlich angekündigt und wir waren gespannt wie viele Besucher es wirklich auf die Sternwarte zieht.

Während dem Aufbauen sind schon die ersten Besucher aufgetaucht. Sigrid und Kurt haben dann noch in dem kleinen Atrium eine Leinwand mit Beamer aufgebaut.

Gegen 21 Uhr wurden der Besucheranstrom immer größer. Es waren Eltern mit ihren Kindern, Jugendliche, Schwerstern, Brüder, Tanten, Onkels, Omas und Opas. Darunter auch Leute, die schon 1999 mit uns die große SOFI angeschaut hatten. Einige brachten Decken, Stücke und sogar Picknick-Körbe mit. Es waren auch Besucher dabei, die ihre Fotoausrüsten, Fernglas oder sogar Teleskop mitbrachten und aufbauten.

Gegen 21.30 Uhr hat Sigrid dann im Atrium Ihren Mondvortrag gehalten, der etwa eine halbe Stunde dauerte. Während des interessanten Vortrags kamen immer mehr Besucher. Fast wie geplant zum Ende des Vortrags erhob sich der Mond aus der Dunstschicht. Gut zu erkennen war schon der Erdschatten, der dreiviertel des Mondes schon bedeckte. Die Besucher schauten gebannt zum Mond und verteilten sich an die Teleskope und Ferngläser. Während der Mond weiter aufging und der Erdschatten sich komplett auf dem Mond breit machte, kamen weitere Besucher. Die Begeisterung der Leute war sehr groß. Für viele war es das erste Mal bewusst bei einer Mondfinsternis dabei zu sein, einen Planeten oder die Milchstraße zu sehen.

Dem aufgehenden Mond folgte dann der rot glühende Mars. Diese intensiv rote Farbe hat viele überrascht. Je höher der Mars aber stieg desto mehr verblasste das Rot. Somit war der Mars spektakulärer mit dem bloßen Auge zu beobachten als mit dem Fernrohr. Beim Saturn konnte man wunderbar seinen Ring und ein paar Mond drumherum erkennen. Neben Jupiter konnte man auch die galileischen Monde aufgereiht gut erkennen. Es bildeten sich an den Beobachtungsgeräten und an der Sternewarte lange Schlangen. Aber die Besucher nahmen es gelassen und warteten geduldig bis sie mit einem spektakulären Blick ins All belohnt wurden.

Gegen 22.30 Uhr war dann die maximale Verfinsterung des Mondes erreicht. Man konnte gut den Schatten in der Mitte des Mondes erkennen. Der Rand des Mondes war im Vergleich etwas heller. Da sah wie ein heller Ring aus. Fast Zeitgleich kam dann im Westen die ISS mit Alexander Gerst zu ihrem Überflug vorbei. Sie war richtig lange zu sehen, trotz ihrer Geschwindigkeit von 28.000 km/h.

Mit dem Abbauen haben wir gegen 23.30 Uhr begonnen aber es waren immer noch interessierte Besucher da, die die Mofi weiter beobachteten. Die letzten Besucher sind gegen 1 Uhr gegangen.

In den Bergen am Horizont konnte man auch ein paar kleine Gewitter sehen. Sternschnuppen, welche die Perseiden in der zweiten Augustwoche ankündigen konnte die einen oder anderen sichten.

Am Rande gab es auch ein kleines Feuerwerk in Waldburg, welches sicher im Rahmen einer privaten Feier abgefeuert wurde.

Foto: astro-gallery.de

 

Impressionen der Beobachtungsnacht

 

Beobachtungsdetails

  • 27.07.2018, 20-24 Uhr
    Sternwarte Waldburg
  • Windstill, hohe Luftfeuchtigkeit,
    24-18 °C, Seeing: 1
 

Besucherstatistik: Heute: 69 | Gestern: 75 | Monat: 996 | Gesamt: 406977

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