Astrofotografie mit Teleskop

Bei der häufigsten Form der Astrofotografie wird die Kamera mit einem T2-Adapter am hinteren Ende eines Teleskops montiert. Dabei dient das Teleskop mit seiner langen Brennweite als Objektiv. Leider ist hier die Fokussierung im Vergleich zum Objektiv etwas schwieriger. Zwischen Kamera und Teleskop kann noch weiteres Zubehör, wie Reducer oder ein Off-Axis-Guider eingesetzt, bzw. geschraubt werden.

 

Das Prinzip

cassegrain radialDas Teleskop arbeitet nun wie ein großes Teleobjektiv und der gewählte Himmelsauschnitt ist von der eingesetzten Brennweite und Größe des Aufnahmesensors abhängig. Die lange Brennweite eignet sich vor allem für kleinere Objekte. Großflächige Objekte, wie die Andromeda-Galaxie oder der Orionnebel lassen sich nur in mehreren Teilen aufnehmen. Diese Einzelmotive müssen später in der Bildbearbeitung wieder zusammengesetzt werden.

 

Wichtig zu beachten:

messier 027Folgende Punkte sind für die Fokalfotografie für das gelingen guter Aufnahmen extem wichtig:

  • Poljustierte Aufstellung der Montierung
  • Exaktes Alignment und kalibrieren der Montierung.
  • Schneckenfehler minimieren.
  • optimale Nachführung für Langzeitbelichtungen mit Leitrohr oder Off-Axis-Guider.
  • DSLR Kamera mit T2-Ring am Teleskop befestigen.
  • ISO- und Langzeitrauschunterdrückung deaktivieren.
  • Fokussieren der Sterne mit der Scheinerblende oder Live-View.
 

Während der Aufnahme:

TeleskopaufbauFolgende Punkte sollte man während der Aufnahmen immer machen um später tolle Bilder zu erhalten:

  • Objekte wählen, die man fotografien möchte. Bei Galaxien und Nebel würde ich nur zwei bis drei während der Fotosession machen. Bei Sternfeldern oder Sternhaufen kann man auch mehr Objekte in der Nacht machen. Generell wähle ich nur Objekte bis zu einer Helligkeit von maximal 9,0 aus. Lichtschwachere Objekte lassen meine Montierung und somit die Nachführung nicht zu um länger als 15 Minuten belichten zu können.
  • Vor der ersten Aufnahme lasse ich die Nachführung mindestens 8 Minuten laufen, damit einmal der periodische Schneckenfehler aufgezeichnet und korrigiert wurde.
  • Nachführung überwachen. Wenn der Guide-Stern hüpft kann auch die Aufnahme abgebrochen werden.
  • Bilder nach der Aufnahme kurz anschauen und prüfen nach Strichspuren. Nur gute Bilder aufheben für die spätere Bildbearbeitung.
  • Bei Objektwechsel überprüfe ich immer die Schärfe, bevor ich mit der Aufnahme beginne.
  • Darks (Dunkelbilder) erstelle ich am Schluss, während ich das Teleskop abbaue.

Wichtig für die spätere Bildbearbeitung

Für die spätere Bildbearbeitung müssen auch einige Darkframes (Dunkelbilder) erstellt werden. Bei meiner Optik und Kamera verzichte ich auf Lightframes. Für eine spätere Bildaddierung sollten vom Objekt 10 bis 20 oder mehr Aufnahmen gemacht werden. Sollen später mehrere Bilder von unterschiedlichen Regionen zusammengesetzt werden, sollte pro Region immer die gleiche Anzahl von Bilder gemacht werden.


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