PHD-Guiding
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Bevor es los geht: Die Montierung sollte man so genau wie möglich Polausgerichtet aufstellen. Dann verbindet man die Montierung über die RS232-Schnittstelle an der Handsteuerung und einem USB-Adapter mit dem Rechner. Bei der Installation für den USB-RS232-Adapter wird ein COM-Port festgelegt. (z.B. COM9). Die Guiding-Kamera wird am Leitrohr oder Off-Axis-Guider fest verschraubt und anschließend per USB am Rechner angeschlossen und als neue Hardware erkannt und installiert. Wenn die Guiderkamera über einen Autoguider-Port verfügt kann die Kamera auch direkt mit der Montierung verbunden werden. Das RS232-Kabel wird dann nicht benötigt. PHD-Guiding ist Freeware und benötigt für die Ansteuerung einer Montierung die ASCOM-Schnittstelle, Man installiert und zuerst die ASCOM-Software, das Update für die Montierung und zum Schluss PHD-Guiding. Bitte unbedingt immer die aktuelle Version der Anwendung instellieren. (aktuell: 1.10.5 - Juni 2009) Nun startet man die Anwendung PHD-Guiding. Die Anwendung ist sehr einfach aufgebaut. Zuerst baut man die Verbindung mit der Kamera auf, indem man unten auf das Kamera-Symbol klickt und die entsprechende Kamera aus der Auflistung auswählt. Nun wählt man aus der Menüleiste Mount das Interface ASCOM oder OnCamera aus und klickt dann unten auf das Teleskopsymbol und man kommt an die Einstellung der ASCOM-Schnittstelle. |
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| Schritt 1:
Verbindung zu Kamera aufbauen, indem man unten auf das Kamera-Symbol klickt. In den Kamerasettings dann das Binning auf 2x2 stellen. Schritt 2: Über den Befehl Mount kann die Art der Verbindung mit dem Teleskop ausgewählt werden. Ob man die ASCOM-Schnittstelle oder den OnCamera Autoguider-Port verwenden, wenn die Kamera über den Autogiuder-Port mit der Montierung verbunden ist.. Nun klickt man unten auf das Teleskop-Symbol klickt und die Verbindung wird zum Teleskop aufgebaut. |
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Schritt 3: Jetzt überprüft man seine Einstellugen (Erklärung weiter unten) und stellt eine Belichtungszeit zwischen 0.5 und maximal 2 Sekunden ein. Nun erstellt man ein Dark indem man auf den Button "Take Dark" klickt. Die Optik wird verschlossen und die Kamera mittelt aus drei Aufnahmen ein optimales Dark. Das Livebild der Kamera zum Fokussieren erhält man, wenn auf das Loop-Symbol geklickt wird. Ist der Stern scharf klickt man auf den Button Stop und klickt auf einen hellen Stern. Nun wird dieser Leitstern mit einem Kästchen umrandet. Man kann aber auch über Tools aus der Menüleiste die Funktion "Auto-Star-Select" (Alt+S) wählen, damit sich die Anwendung den Stern mit dem besten Kontrast heraussucht. Das ist sehr hilfreich, wenn mehrere Sterne sichtbar sind. Schritt 4: Die Anwendung startet die Kalibrierung wenn man auf dem PHD-Button klickt. Es wird dabei ermittelt wo die Sternposition auf dem CCD-Chip ist, der Drift und die daraus resultierende Geschwindigkeit- und Steuerungskorrektur der Nachführung. Danach geht die Software gleich ins Nachführen über und fertig. Wenn man die Nachführung beenden will klickt man wieder auf den Stopp-Button. Wie in manchen Artikel beschrieben braucht man keine Kalibrierung vornehmen, d.h. die Position des Leitsternen auf dem CCD-Chip der Software mitteilen, dies macht die Software automatisch. Schritt 5: Optimierung und Korrektur der Nachführung in den erweiterten Einstellung, die sich unter dem Brain-Button verstecken. |
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Einstellungen für PHD-Guiding: Hier eine kleine Erklärung der Funktionen und Steuerungsmöglichkeiten in PHD-Guiding. Die Einstellungen wurden ermittelt für die ASGT-Montierung, ALCCD5 Guiderkamera, SC8 mit Radial-Guider und einem Newton 110/800 mit 2fach-Barlow. Die Autugider-Rates im Scope-Setup der ASGT-Montierung: RA-Achse = 99, DEC-Achse = 10. Bei der EQ6 muss die Autoguide-Speed aud 0,25 x eingestellt werden. RA Aggressivnes (%) ( 100 | 80 | 100 | 90 ): |
Das Einstellungsfenster |
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TIPPS zum Optimieren der Einstellungen:
Nach Kalibration sollte die Nachführung mindestens 10 Minuten laufen, damit einmal der periodische Schneckenfehler erfasst wird. Besser wäre es, die Nachführung 20 - 30 Minuten laufen zu lassen, damit die Nachführung durch die Software optimiert wird. |
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Die grafische Darstellung der Nachführung; Um zu sehen, ob die Nachführung gut arbeitet gibt es unter den Tools aus der Menüleiste die Option "Enable Graph". Hier wird ein Diagramm aufgerufen, welches den Verlauf der beiden Achsen grafisch darstellt. Eine Nachführung ist dann gut, wenn jede Achse eine mehr oder weniger gleichbleibende Kurve mit geringen Amplitude darstellt. |
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DEC-Kurve drifftet ab: Man führt ein Objekt nahe dem Himmelspol nach und hat den Lowpass-Filter aktiviert. Jetzt stellt man fest, dass die Kurve der DEC-Achse nach unten wandert und nicht wieder nach oben kommt. Dann sollte die Autoguider-Rate der DEC-Achse in der Montierung und auch der "Max. Dec duration"-Wert verringert werden. Sollte die Kurve nach oben wandern müssen die Werte erhöht werden. Alle Werte sollte jeder experimentell ermitteln, da jede Montierung seinen eigenen Schneckenfehler und mechanische Spiel hat. |
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RA-Kurve machen große Ausschläge und der Stern hüpft: Die Kalibration ist abgeschlossen und die Nachführung läuft. Jetzt stellt man fest, dass nach einer Weile die RA-Aplituden immer größer werden und auch der Stern anfängt zu hüpfen. D.h. die Nachführung in der RA-Achse ist zu aggresiv. Daher sollte man dann die RA-Aggressivität und die RA Hysteresis (min. 10) verringern. Sollte das nichts helfen, dann auch die Autoguider-Rate der RA-Achse in der Montierung verringern. |
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Zur Optimierung der RA-Korrektur kann der Oscilliation Index (OSC) zur Hilfe genommen werden. Dieser erscheint unten links in der Grafik. Er ist das Ergebis der Abweichung von der gerade ausgeführten und der zuvor ausgeführten Korrektur. Diese Abweichung sollte zwischen 0.5 und 0.3 sein. Wandert der Wert gegen 1.0, dann ist die Korrektur zu aggesiv und man sollte die RA-Aggessiveness verringern und/oder die Hysteresis erhöhen. Geht der Wert gegen 0.1, dann ist die Korrektur der RA-Achse zu gering und die RA-Aggessiveness muss erhöht und/oder die Hysteresis veringert werden. Eine weitere Möglichkeit der Oprimierung der PHD-Guiding-Einstellung ist die Analyse des PHD-Protokolls. Mehr dazu hier... |
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Probleme bei der Kalibrierung: Bei der Kalibration kann es vorkommen, da der Stern seine Position auf dem Sensor nicht verändert, dass PHD-Guiding keine Abweichung über einen lägeren Zeitraum feststellen kann. Das passiert gerne bei der DEC-Achse. Wenn dies passiert kommt eine Fehlermeldung und die Nachführung in der DEC-Achse wird deaktiviert. Man kann jetzt die Nachführung einige Zeit laufen lassen um zu sehen, ob der Stern an seiner Position bleibt oder man vergrößert das Zeitintervall zwischen den Aufnahmen (Time laps), damit es zu einer messbaren Abweichung kommt. Wenn die Pause zwischen den Aufnahmen zu lang wird (< 500 ms), dann sollte man eher die minimale Pixelabweichung (Min. motion) verkleinern. Weitere Tipps zur Optimierung:
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Aktualisiert (30. Oktober 2009)





















