PEC-Tool
Celestron stellt die Software PECTool zur Verfügung, welche hilft den periodischen Schneckenfehler (periodic error correction oder abgekürzt PEC) seiner Geräte der Serien NexStar GPS, CPC, ASGT und CGE zu minimieren.
PECTool benötigt ein Teleskop mit aktueller Firmware des Motorcontrollers. Diese muss mindestens die Version wie in der nachfolgenden Liste sein (Angaben laut www.nexstarsite.com):
- GPS: 4.06
- CPC: 5.07
- CGE, ASGT: 5.07
Die Firmware des Handcontrollers und des Motorcontrollers sollten immer auf dem neuesten Stand sein. Schauen Sie dazu auf der Homepage von Celestron nach der neuesten Version.
Funktionsweise von PECTool:
Mit dem PECTool wird der periodische Schneckenfehler ermittelt und beseitigt. Mit mehreren Trainingsläufen wird ein Mittelwert errechnet, der dann im Motorcontroller der Montierung permanent zurückgespeichert wird.
Sie können diese gespeicherten Daten also jederzeit im Playback Modus des Handcontrollers verwenden und damit den periodischen Schneckenfehler reduzieren. Dazu muss das PECTool auf Ihrem PC startet werden, PEC Playback starten und dann das Programm PECTool beenden. Danach wird PEC Playback weiter im Motorcontroller Ihres Teleskops ausgeführt und Sie können parallel alle anderen Funktionen des Handcontrollers nutzen.
Standard-Programmoberfläche
Einstellung des Batch-Trainings
Playback mit der Korrektur
der Motorsteuerung
Schritt 1:
Die Verbindung zwischen der Anwendung und dem Teleskop aufbauen. Dazu den entsprechenden COM-Anschluss wählen und auf den Button Connect klicken. Ist die Verbindung hergestellt dann sind die zuvor grau unterlegten Buttons aktiv.
Schritt 2:
Zuerst muss der Schnecken-Index gefunden werden. Dazu auf den Button Seek Index klicken. Wenn die Montierung nicht auf dem Index steht kommt eine Meldung, dass sich die Montierung um 2° bewegen wird. Diese Meldung bestätigen und die Montierung wird bewegt. Ist der Index gefunden kommt eine weitere Meldung auf den Schirm, die auch wieder mit OK bestätigt wird.
Schritt 3:
Man hat nur zwei Möglichkeiten das „Training“ auszuführen. Man kann ein einfaches TrainPEC (Training) starten oder ein Batch-Training, indem die angegebene Anzahl von Trainingsläufe durchgeführt werden um später die Werte zu mitteln. Das „Batch-Training" kann nicht über die Buttons gestartet werden sondern befindet sich unter dem Menübefehl File->Batch-Training
Der Screenshot rechts zeigt die Standard-Einstellung des Batch-Tainings mit einem Datei-Präfix und die Anzahl der Durchläufe. Jeder Durchlauf geht ca. 8 Minuten.
Für das Training muss während des Durchlaufes ein Stern in einem Fadenkreuzokular mit starker Vergrößerung oder mit einer Kamera acht Minuten nachgeführt werden.
Schritt 4:
Nachdem die Kamera angeschlossen, die Nachführanwendung gestartet, die Kalibration erfolgreich abgeschlossen ist und die Nachführung läuft kann mit dem Training begonnen werden. Dazu klickt man auf den Button Train PEC oder wenn man das Batch-Training verwendet auf den Button Start -> Batch Training. Nun wird auf der Sinus-Kurve der Index gelb markiert und der weiße Balken folgt der Motorbewegung entlang der Kurve. Wenn das „Training“ abgeschlossen ist kommt wieder eine Meldung auf den Bildschirm.
Schritt 5:
Nach dem PEC-Training müssen die Daten von der Montierung auf den Rechner geladen werden, indem man auf den Button Download Data from Mount. Der Drift wird in der Grafik dargestellt und kann mit Remove Drift von dem idealen Kurvenverlauf abgezogen werden. Jetzt kann diese Korrektur als Datei über den Befehl File->Save auf die Festplatte gespeichert oder mit drücken des Buttons Upload Data to Mount.
Wichtig:
Bei Autoguiding muss das
PEC deaktiviert sein, da
sich sonst PEC- und Autoguiderkorrekturen überlagern
Weitere Infos:
NexStarsite.comSchritt 6:
Bei der Anwendung des Batch-Trainings werden nach jedem Durchlauf eine Datei auf die Festplatte gespeichert mit dem angegebenen Dateiprefix. Um diese Dateien zu mitteln muss der Befehl File -> Averaged aufgerufen werden. Es geht ein kleines Browser-Fenster auf und die Dateien können ausgewählt und geöffnet werden. Beim Öffnen werden die Werte der Dateien gemittelt. Nun den Button Remove Drift betätigen und nun die Korrektur als Datei auf die Festplatte speichern und dann
über den Button Upload Data to Mount in den Motorcontroller der Montierung laden.
Schritt 7:
Jetzt ist zwar die Korrektur im permanenten Speicher des Motorcontrollers gespeichert, aber sie wird nicht automatisch angewendet. Dazu muss das Playback aktiviert werden. Dies kann man mit dem PECTool machen indem man auf den Button Playback klickt. Danach kann die Anwendung beendet werden.
Tags: schneckenfehler, periodischer, pectool, playback, montierung


